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Akustikwindkanal

Der I.F.I.-Akustik-Windkanal ist ein geschlossener Windkanal mit einer reflexionsarm ausgekleideten Messkammer. Bei einer Düsengröße von 0,8 m x 0,4 m können Windgeschwindig-keiten bis zu 40 m/s simuliert werden. Gemessen werden strömungsinduzierte Geräusche, die bei der Umströmung von Bauteilen (z. B. Seitenspiegel an einem Fahrzeug oder Fassadenelemente) bzw. bei der Durchströmung von Bauelementen auftreten (z. B. Ventile, Gitter, Luftauslässe, Klimageräte).

Die Versuche werden im Allgemeinen an 1:1-Modellen oder an 1:1-Ausschnitt-modellen durchgeführt. Abhängig von der Aufgabenstellung können Messungen auch an verkleinerten Modellen durchgeführt werden. Diese Ergebnisse werden dann auf der Basis der entsprechenden Ähnlichkeitsgesetze auf die Originalgröße umgerechnet.

Störende tonale Effekte wie Hiebtöne, Schneidentöne oder Resonatortöne können somit rechtzeitig erkannt und eliminiert werden.

Die reflexionsarme Messkammer kann selbstverständlich auch "ohne Strömung" als akustische Messkammer zur Messung der Schalleistung von Geräten, wie z. B. Staubsauger, Küchengeräten, Klimageräte, etc. genutzt werden.

Als Beispiel für eine strömungsakustische Untersuchung ist ein Fassadenprofil dargestellt. Diese horizontal verlaufenden Profile sind in der Mitte offen, um z. B. Schneeablagerungen zu vermeiden. Im Bild ist ein Profilabschnitt (Maßstab 1:1) dargestellt, der bei unterschiedlichen Anströmwinkeln untersucht wurde. Dabei zeigte sich eine kritische Richtung, bei der ein deutlich wahrnehmbarer tonaler Effekt auftrat mit einer Pegelerhöung gegenüber dem normalen Strömungsgeräusch von bis zu 20 dB. Durch eine leichte Abrundung der Kante wurde eine deutliche Reduzierung des Schalldruckpegels erreicht.