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Beregnungsprüfstand

Der Beregnungsprüfstand dient der Untersuchung der Schlagregendichtigkeit von Dacheindeckungen aus z.B. Beton-Dachsteinen oder Tonziegeln.

Die Versuche werden im I.F.I.-Schlagregen-Wind­kanal durchgeführt. Das Versuchsdach, mit der Breite 2 m und mit einer Länge bis zum First von 3 m, wird mit den vom Hersteller angelieferten Dachsteinen oder Ziegeln eingedeckt und der kombinierten Belastung aus Regen und Wind ausgesetzt. Dabei kann die Vertikalachse des Versuchsdaches gegen die Vertikalachse des Windkanals geneigt werden, um unterschiedliche Dachneigungen zu untersuchen.

I.F.I. GmbH hat Grundlagenstudien durchgeführt, die zeigen, dass der Regeneintrag unter die Dacheindeckung durch einen windbedingten Aufstau im Bereich der Dach­stein­unterkanten verursacht wird, der das eigentlich nach unten fließende Regen­wasser in den Dachlattenraum hinein drückt.

Die Intensität von Regen- und Windbeaufschlagung wird in Anlehnung an britische Literatur und Regelwerke seit den siebziger Jahren mit dem "Driven Rain Index" (DRI) nach Lacy beschrieben. Kanadische Forschungen von Choi aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts bestätigen diese Ansätze.