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Brandversuche mit äquivalenter Wärmefreisetzung

Bei der Durchführung von Entrauchungsversuchen muss das eingesetzte Brandsimulationsverfahren in der Lage sein, die charakteristischen Eigen­schaften eines Realbrandes nachzustellen. Dabei ist die realitätsnahe Simulation des Rauchplumes von primärer Bedeutung .

Die über dem Brandherd aufsteigenden heißen Brandgase bilden eine hochturbulente Konvek­tionsströmung in Form eines Auftriebsstrahls (Plume). Dabei wird ständig Umgebungsluft an
den Strahlrändern in die Brandgase eingemischt. Der entstehende Rauchgasmassenstrom ist dabei im Wesentlichen abhängig von der Brandintensität, der Turbulenzintensität im Auftriebsstrahl und von der Höhe und dem Umfang des Auftriebsstrahls bis zur Rauchgasschicht. Die Brandintensität ergibt sich dabei aus der Brandleistung pro Fläche, der so genannten spezifischen Wärmefreisetzungsrate (DIN 18232-2) und der im Brand­verlauf anwachs­enden Brandfläche, bzw. ihrem Umfang.

In Räumen mit relativ niedrigen Deckenhöhen und/oder mit temperaturempfindlichen Einbauten unter der Decke scheidet die Realbrandsimulation des Auftriebsplumes nur durch Verbrennung aus. Für diese Fälle hat I.F.I. einen Rauchgenerator mit äquivalenter Wärmefreisetzung durch Zugabe von Leichtgas entwickelt. In der Grundausführung wird damit der Auftrieb eines Brandes mit 0,5 MW Wärmefreisetzung realisiert. Durch spe­zielle Spoiler wird dabei die erforderliche flächige Turbulenz- und Geschwindigkeitsver­teilung des Plumes sichergestellt. Durch Addition weiterer Elemente kann sowohl die erreichbare Wärmefreisetzung vergrößert werden als auch das Anwachsen des Brandes durch zeitversetzte Aktivierung der einzelnen Kanäle simuliert werden.

Die Visualisierung der Brandgase und der Rauchausbreitung im Plume sowie unter
der Decke und in weiteren Raumbereichen wird durch die Beigabe von Nebel erreicht. Hierzu wird ein gesundheitlich und hinsichtlich Verschmutzungen unbedenkliches Nebelfluid eingesetzt.