Hauptmenü

Wasserrinne

Eine verbreitete Untersuchungsmethode in der Strömungslehre ist die Strömungs­analogie. Hier können Details von Strömungen durch Abbildung mit vergleichbaren physikalischen Vorgängen auf oft deutlich einfachere Weise untersucht werden.

Eine dieser Methoden ist die Nachstellung zwei­dimensionaler Strömungsvorgänge, z.B. um ein Flügelprofil herum oder durch ein Lüftungsgitter, in einer Wasserrinne. Unter Beachtung der Ähnlich­keitsgesetze entspricht die offene Wasserströmung in der Rinne der zweidimensionalen (d. h. im Schnitt ebenen) Strömung um bzw. durch die zu untersuchende Geometrie. Die Wasserhöhe ver­ändert sich analog des Drucks in der Strömung.

Stromlinien können durch Bestreuen der Wasseroberfläche mit geeigneten Partikeln leicht sichtbar gemacht und mit Langzeitbelichtungen fotografiert werden.

Diese Eigenschaften erleichtern das Verständnis der untersuchten Strömungsfelder
sehr und erlauben eine schnelle Untersuchung verschiedener Geometrieanpassungen z. B. zur Verminderung von Strömungsablösungen und Minimierung der Widerstände. Daher wird die Wasserrinne bei I.F.I. nicht nur zur Ausbildung der FH-Studenten genutzt, sondern auch für die Optimierung industrieller Entwicklungsaufgaben.