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Anwendung von Windgutachten mit DIN EN 1991-1-4:2010-12

Fachteil der Windtechnologischen Gesellschaft e.V.

Dr.-Ing. Lieb

Editorial

Die 13. Dreiländertagung der Windtechnologischen Ge­sellschaft (WtG e.V.) für Deutschland, Österreich und die Schweiz am 10./11. Oktober in Wien war ein voller Erfolg und erreichte einen neuen Spitzenwert bei den Teilnehmerzahlen unter den Tagungen der WtG in diesem Land. Neben dem stets sehenswerten Um­feld in Wien und den interessanten Räum­lich­kei­ten der Technischen Universität rund um den Karls­platz waren aber besonders die vorgestellten Inhalte wieder von mannigfachem und aktuellem Interesse. Um diese Erkenntnisse allen zugänglich zu machen, werden alle Tagungsbeiträge wie gewohnt im je­wei­ligen Tagungsband veröffentlicht, siehe den Hinweis auf der letzten Seite dieser Beilage.

Ein wichtiges Kapitel stellt hierbei die hinter den Kulissen auf Hochtouren laufende Vorbereitung der ersten Überarbeitung des EN 1991–1–4 dar, auch wenn diese vermutlich erst in vier bis fünf Jahren den Baupraktiker erreichen wird. Gleichzeitig ist die Ein­füh­rung der nationalen Anhänge nun in fast allen europäischen Ländern abgeschlossen, so dass ein aktueller Vergleich der entsprechenden Normen­an­sätze angebracht war. Ein Vergleich der Windmodelle war schon auf der 12. WtG-Tagung vorgestellt wor­den, heuer folgte der Vergleich der Bemes­sungs­stau­drücke in unterschiedlichen Lagen und Ge­bäude­höhen.

Das die Vereinheitlichung des Normenwerkes hier vielfache Vorteile für den Praktiker bringt zeigt die Anwendung für die Ballastbemessung von Auf-Dach-Photovoltaikanlagen, welche vielfach heute in leicht bedienbaren Programmen oder zumindest Excel-Rechenblättern auch für mehrere Länder in Europa gebündelt wird, sodass bei einer Anfrage mit der Eingabe der Projektdaten auch gleich die Bemes­sungs­grundlagen ermittelt und dokumentiert werden können. In Verbindung mit Kennwerten aus Wind­kanalversuchen erfolgt dann gleich eine Hoch­rech­nung des benötigten Ballastes, sodass dieser wichtige Wert schon in der Angebotsphase mit einer Kalkulationssicherheit fast auf Aus­füh­rungs­niveau ermittelt werden kann.

Das ähnliche Synergieeffekte auch bei der Planung von größeren Bauprojekten, insbesondere bei weit­ge­spannten Tragwerken, Hochhäusern sowie Dächern und Fassaden mit Unter- oder Hinterlüftung deutliche Einsparungen in der Bemessung ergeben können, wird im nachfolgenden Artikel näher be­schrieben.

 

Quellnachweis

Beitrag aus der Zeitschrift „Bauingenieur 3/2014“
Springer-VDI-Verlag GmbH & Co. KG

www.bauingenieur.de

 

Weitere Informationen über die Windtechnologische
Gesellschaft (WtG e.V.) finden Sie unter:
www.wtg-dach.org

Available Downloads: 

Beitrag aus der Zeitrschrift Bauingenieur 03.2014

Anwendung von Windgutachten mit DIN EN 1991-1-4:2010-12
Ausgabe: März 2014